Wenn Sie eine Steckdosenleiste benötigen, die weiter von der Wand entfernt ist (z. B. im Heimkino, am Schreibtisch, in der Werkstatt oder im Konferenzraum), ist ein langes Verlängerungskabel praktisch – bringt aber zusätzliche Überlegungen mit sich. Im Folgenden finden Sie die Sichtweise eines Ingenieurs und eine praktische Checkliste, damit Sie eine sichere, zuverlässige und leistungsstarke USB-Steckdosenleiste für den Dauereinsatz auswählen können.

1) Beginnen Sie mit einem klaren Anwendungsfall und der erforderlichen Reichweite.

Messen Sie, wo der Streifen verlaufen soll und wo sich die Steckdose befindet. “Lang” kann je nach Kontext sehr unterschiedliche Bedeutungen haben:

Kurze Strecken (≤ 3 m / 10 ft): fast jede gute Bahn ist geeignet.

Bei mittleren Kabellängen (3–6 m / 10–20 ft): Wählen Sie einen dickeren Kabelquerschnitt und eine gute Zugentlastung.

Bei langen Leitungsstrecken (> 6 m / 20 ft): Verwenden Sie vorrangig Kabel mit größerem Querschnitt, einen robusten Überspannungsschutz und achten Sie auf eine geeignete Verlegung, um Spannungsabfall und Wärmeentwicklung zu minimieren.

Messen Sie immer den Kabelverlauf (entlang des Bodens, hinter Möbeln, durch Leerrohre) – nicht in einer geraden Linie – damit Sie ausreichend Kabellänge kaufen.

2) Elektrische Belastbarkeit des Kabels – Querschnitt und Stromstärke sind wichtig

Je länger das Kabel, desto wichtiger wird der Leiterquerschnitt (Drahtquerschnitt):

Wählen Sie eine Steckdosenleiste, deren Verlängerungskabel für den maximal zu erwartenden Strom ausgelegt ist (z. B. 10 A, 13 A, 15 A, abhängig von Region und Last).

Bei Kabelstrecken über wenige Meter hinaus sind dickere Leiter (niedrigere AWG-Zahl) empfehlenswert. Dickere Kabel reduzieren Spannungsabfall und Wärmeentwicklung. Wenn Sie viele Geräte oder Geräte mit hohem Stromverbrauch anschließen, wählen Sie 14 AWG oder 16 AWG anstelle von 18 AWG.

Prüfen Sie die vom Hersteller angegebene Nennstromstärke des Kabels und die Gesamtbelastbarkeit der Steckdosenleiste – Kabel und Steckdosenleiste müssen beide die maximale Last aushalten.

3) Gesamtleistungsbudget und USB-Anschlussdesign

USB-Anschlüsse sind der Hauptgrund, warum sich Menschen für USB-Steckdosenleisten entscheiden – verstehen Sie die Stromverteilung:

Achten Sie auf die Angaben zum Stromverbrauch pro Port (z. B. 2,4 A für USB-A, 3 A+ für USB-C) und zur maximalen Gesamtleistung (z. B. 100 W für PD-Ports). Auf dem Produktbild sollte vermerkt sein, ob die Ports sich die Stromversorgung teilen oder über separate Netzteile verfügen.

Wenn Sie Laptops oder Tablets aufladen möchten, wählen Sie eine Steckdosenleiste mit USB-C PD-Anschlüssen, die höhere Wattzahlen (45 W–100 W) unterstützen und klare Grenzwerte pro Anschluss aufweisen.

Vermeiden Sie Teststreifen, die mit hohen Werten pro Port werben, aber keine Gesamtgrenzwerte angeben – genau da liegt das Problem in der Praxis.

4) Sicherheitsmerkmale: nicht verhandelbar

Lange Kabel und mehrere Geräte bergen Risiken. Priorisieren Sie diese Sicherheitsmaßnahmen:

  • Überspannungsschutz mit Joule-Wert (je höher, desto besser). Für lange Leitungen in Bereichen mit häufigen Spannungsspitzen empfiehlt sich ein robuster Überspannungsschutz.
  • Überstromschutz / Leitungsschutzschalter (rücksetzbar) und thermische Abschaltung zur Verhinderung von Bränden durch Überhitzung.
  • Erdung (3-poliger Stecker) – unverzichtbar, wenn Sie Geräte mit Metallgehäuse mit Strom versorgen wollen.
  • Feuerhemmendes Gehäuse (achten Sie auf V-0 / flammhemmende Materialien oder Herstellerprüfungsberichte).
  • Kindersichere Rollläden sind in Familienbereichen zu verwenden.
  • Zertifizierungen: Wählen Sie Produkte mit anerkannten Sicherheitszeichen, die für Ihr Land/Ihre Region relevant sind (z. B. UL/ETL in Nordamerika, CE- und EN-Normen in Europa). Diese belegen unabhängige Prüfungen.

5) Verarbeitungsqualität und Kabelkonstruktion

Ein langes Kabel muss Handhabung und Verlegung überstehen:

  • Zugentlastung an den Stellen, wo das Kabel auf die Steckdosenleiste und den Stecker trifft – verhindert vorzeitigen Verschleiß.
  • Geflochtene oder ölbeständige Ummantelungen sind für den Einsatz auf Fußböden oder in Werkstätten haltbarer.
  • Winkelstecker oder drehbare Steckeroptionen reduzieren die Belastung hinter Möbeln.
  • Steifigkeit vs. Flexibilität: Dickere Kabel sind weniger flexibel; achten Sie darauf, dass der Biegeradius des Kabels zu Ihrer Installation passt.

6) Anordnung und Abstand der Steckdosen

Wenn Sie sperrige Steckernetzteile oder Netzadapter verwenden, wählen Sie eine Steckdosenleiste mit folgenden Eigenschaften:

  • Großzügiger Abstand zwischen den Steckdosen (Wechselstrom- oder drehbare Steckdosen).
  • Eine Mischung aus Wechselstromsteckdosen und USB-Anschlüssen, die so positioniert sind, dass große Adapter die USB-Anschlüsse nicht blockieren.

7) EMI/RFI-Filterung und Rauschbetrachtungen

Wenn Sie Audio-/Videogeräte mit Strom versorgen, achten Sie auf Kabelleisten mit EMI/RFI-Filtern und geringem Rauschen. Lange Kabel können Störgeräusche absorbieren; eine gute Filterung hilft, Brummen und Interferenzen zu vermeiden.

8) Praktische Funktionen, die das Nutzererlebnis verbessern

Diese ersetzen zwar nicht die Sicherheit, machen das Produkt aber benutzerfreundlicher:

  • LED-Anzeigen für Stromversorgung/Erdung/Überspannungsschutz.
  • Einzelschalter für Steckdosengruppen.
  • Befestigungsschlitze, falls Sie den Streifen unter einem Schreibtisch oder an einer Wand anbringen möchten.
  • Abnehmbares/austauschbares Kabel – nützlich, wenn das Kabel verschleißt oder unterschiedliche Längen benötigt werden.

9) Installationstipps für lange Strecken

Vermeiden Sie es, lange Verlängerungskabel unter Teppichen (Wärmeentwicklung) oder in engen Bündeln mit anderen Stromkabeln zu verlegen.

Sichern Sie das Kabel mit Klemmen; vermeiden Sie scharfe Biegungen.

Wenn Spannungsabfall bei empfindlichen Geräten ein Problem darstellt, platzieren Sie die Leiste näher an der Steckdose und verlegen Sie kürzere USB-/Datenkabel zu den Geräten.

10) Einkaufscheckliste (kurz)

Bitte prüfen Sie vor dem Kauf Folgendes:

  • Erforderliche Kabellänge und gemessene Kabeltrasse.
  • Kabelquerschnitt und Amperezahl entsprechend der zu erwartenden Last wählen.
  • Gesamtbelastbarkeit der Leiste und aggregierte USB-Ausgangsleistung.
  • USB-C PD-Leistung pro Port und Gesamtleistung.
  • Überspannungsschutz und rückstellbarer Schutzschalter vorhanden.
  • Geerdeter Stecker und regionale Sicherheitszertifizierungen.
  • Robuster Kabelmantel und gute Zugentlastung.
  • Steckdosenabstände, Montageoptionen und Indikatoren.
  • Garantie und Herstellersupport.

Schlussbemerkung

Eine USB-Steckdosenleiste mit langem Kabel ist zwar sehr praktisch, kann aber zusätzliche elektrische und mechanische Belastungen verursachen. Achten Sie daher auf eine hohe Nennstromkapazität, einen größeren Kabelquerschnitt, einen zuverlässigen Überspannungs- und Überhitzungsschutz sowie geprüfte Sicherheitszertifizierungen. Die USB-Leistungskapazität (PD-Leistung, maximale Leistung pro Port und Gesamtstrom) sollte auf die zu ladenden Geräte abgestimmt sein. Mit diesen Kriterien erhalten Sie eine zuverlässige und sichere Lösung, die Ihre Geräte ohne Überraschungen mit Strom versorgt.

Ich empfehle eine gute USB-Steckdosenleiste mit einem langen Verlängerungskabel.

Europäische 1,5 m lange Anschlussleiste mit USB- und Typ-C-Stromanschluss (EU-Ausführung) inklusive Kabelleiste